Der erste uns bekannte Besitzer dieses Hauses war 1574 Philipp Schuster, damaliger Ehenheimischer Schmied, gefolgt 1604 von seinem Sohn Hannß Schuster.
Seit 1993 wird das Haus restauriert. Laut dendrochronologischer Untersuchung wurde als Fälldatum für die Balken das Jahr 1581 ermittelt; wahrscheinlich wurde das Haus demnach etwa 1582 von dem damaligen Besitzer Philipp Schuster erbaut. Für die nachfolgenden Besitzer fanden sich keine Unterlagen. Erst nach 1662, als der Markgraf von Brandenburg im Tausch gegen Möhren verschiedene Anwesen in Nennslingen übernahm, wurde über diese neuen Häuser im Ansbacher Salbuch 246 genauestens Buch geführt. Danach war 1660 der Schmied Hans Jakob Glinckher, "der obere Schmied", Besitzer des Anwesen, gefolgt von seinem Sohn 1687 Georg Glincker, ebenfalls Schmied, über den im Ansbacher Salbuch 246 Seite 3316 folgendes vermerkt ist:
„1687: Georg Glincker (Klincker), Schmied, bewohnt eine Schmiedstatt so neben Stephan Meyerhoffer (19) gelegen mit einer offen Hofreith. An Gebäuen eine Schmiedstatt, Stadel, Schweinestall, Keller und Brunnen. Dabei ist ein Garten hinter dem Haus gelegen, hält 1/4 Tagwerk.“
1687
Jorg Glincker (Schmied, * 09.11.1662 / † 16.02.1743)
⚭ 11.10.1687 Eva Engelhardt (* 03.11.1669)
Sohn Simon (* 04.10.1698)
1740
Simon Glincker (Huf- und Waffenschmied, * 04.10.1688)
⚭ 16.02.1740 Kunigunda Meyer
Sohn Johann Georg (* 17.07.1746)
1775
Johann Georg Glincker (Schmiedmeister, * 17.07.1746 / † 17.03.1779)
⚭ 30.05.1775 Anna Maria Meyer (* 09.01.1748 (50))
Sohn Johann Michael (* 10.04.1777)
1780
Anna Maria Glincker, geb. Meyer
⚭ 2. Ehe 09.02.1780 Johann Michael Pfitzinger (Huf- und Waffenschmied)
Sohn Johann Andreas (* 02.05.1780)
Das Anwesen bekommt jedoch zunächst der Sohn Johann Michael aus der ersten Ehe. Und zwar übernimmt er das Anwesen 1808 um 1200 Gulden.
1808
Johann Michael Glincker (Huf- und Waffenschmied, * 10.04.1777 / † 06.03.1815)
⚭ 08.02.1808 Katharina Barbara Winter (* 02.02.1786 / † 27.12.1835)
Nach dem plötzlichen Tod auch ihres zweiten Mannes heiratet die Witwe ein weiteres Mal und vererbt das Anwesen an den Sohn aus dieser zweiten Ehe.
1816
Katharina Barbara verw. Glincker, geb. Winter
⚭ 08.05.1816 Johann Andreas Pfitzinger
Sohn Johann Michael (* 04.11.1817)
1847
Johann Michael Pfitzinger (* 04.11.1817)
⚭ 01.06.1847 Margareta Rosina Gloßner (* 17.12.1825)
Sohn Christian (* 01.09.1853)
Tochter Anna Margareta (* 24.06.1849)
1878
Christian Pfitzinger (Halbbauer, * 01.09.1853)
⚭ 22.04.1878 Marie Winter (* 28.01.1856)
Diese Marie Pfitzinger, geb. Winter, heiratet als Witwe am 16.03.1884 den Michael Jakob Seidel von Nr. 19 und übergab das Anwesen Ihrer Schwägerin Anna Margareta Pfitzinger.
1884
Anna Margareta Pfitzinger (* 24.06.1849)
⚭ 26.04.1874 Johann Christian Winter (Metzger, * 08.08.1851 / † 04.07.1931)
1905 wurde das Anwesen an den Handelsjuden Joelsohn Moritz von Gunzenhausen verkauft und danach von Johann Pfister erworben, der sein Anwesen Nr. 121 seinem Schwager Andreas Lang (122) überließ und nach Nr. 27 hinüberwechselte. Die Vorbesitzer hatten jedoch in dem Haus das Wohnrecht.
1905
Johann Pfister (Bauer, * 12.01.1888 / † 24.04.1958)
⚭ 20.05.1913 Margareta Lang (* 25.01.1885 / † 27.12.1964)
Tochter Marie Margareta (* 21.03.1914 ledig geblieben)
Tochter Margarete (* 20.01.1916)
Nach dem Tode der alten Frau Pfister am 27.12.1964 wurde das Haus noch längere Zeit von der ledig gebliebenen Tochter Marie bewohnt, die jedoch allmählich zu ihrer verheirateten Schwester Margarete Struller (92) hinüberwechselte. Das unbewohnte Haus begann langsam zu verfallen - unter Denkmalschutz stehend durfte es nicht abgerissen werden, um einem Neubau zu weichen. 1993 fand sich dafür doch noch ein Käufer, der es - den Auflagen entsprechend - nunmehr restauriert hat.